Judith Holofernes – Der Letzte Optimist

Fans von Judith Holofernes schätzen sie für ihren Humor, die Klugheit ihrer Texte, die fantastischen Wortspiele. Aber geliebt, heiß und innig, wird sie für die große Empathie, das feine Mitgefühl, das noch die bissigsten ihrer Texte durchdringt – und für die Furchtlosigkeit, mit der sie da hin geht, wo es weh tut.

Schon bei Wir sind Helden waren die heimlichen Favoriten vieler Fans die dunklen, verletzlichen Balladen. Mit „Der letzte Optimist“ hat Holofernes wieder einmal ein solches Lieblingsstück geschrieben, eins, dass einem „direkt in die Brust fasst und einem einmal das Herz herum dreht,“ wie sie selbst mal über einen Song von Elvis Costello sagte.

„Ich wollte einen Song für den Moment vor der neuen Hoffnung schreiben. Wenn Liebeskummer – oder ein anderer seelischer Schmerz – sich so elend anfühlt, so körperlich, dass man das Gefühl hat, sich übergeben zu müssen. Oder sich einfach auf den kalten Boden legen will und nicht mehr aufstehen. Dieses Gefühl, wenn etwas unwiederbringlich kaputt gegangen ist und „nichts daran ist gut.“

Wie sie es in einem Lied von 3.14 Minuten Länge schafft, von „nichts als Satellitenschrott, Unendlichkeit und Elend“ zu singen, und am Ende fühlt man sich irgendwie getröstet und gut – das ist wohl die wahre Magie der Songs von Judith Holofernes.

Das neue Album „Ich bin das Chaos“ erscheint am 17.03.2017.