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Ásgeir – Stardust

Ehe am 5. Mai sein zweites Album erscheint, präsentiert uns der isländische Singer/Songwriter und Multiinstrumentalist Ásgeir seine neue Single „Stardust“ – nach „Unbound“ ein weiterer fantastischer Ausblick auf das, was uns mit „Afterglow“ erwartet.

Ásgeir Trausti Einarssons Debüt „Dýrð í dauðaþögn“ erschien 2012 und machte ihn in seiner Heimat zum Star. 30.000 verkaufte Exemplare bedeuten dort, dass jeder Zehnte seine CD besitzt. Das Album war schneller ausverkauft, als die Werke längst weltbekannter Künstler wie Björk und Sigur Rós. Es war auch Björk, die Ásgeirs Musik im Radio entdeckte und ihm ihren Manager an die Hand gab. 2014 wurde er so mit der von Altmeister John Grant ins Englische übersetzten Albumversion „In The Silence“ endlich auch über die Grenzen Islands hinaus bekannt.

Jetzt legt der 24-Jährige mit seinem fein nuancierten Mix aus Folk und Electronica nach. Leichtigkeit und Melancholie bilden bei Ásgeir eine Einheit, und eben die spiegelt sich auch in „Stardust“ wider. Feinfühlige Melodie, dezente Programmierung und Ásgeirs besondere Stimme wecken Erinnerungen an Vorbilder wie James Blake und Bon Iver, ohne bloße Kopie zu sein.

Judith Holofernes – Ich bin das Chaos

Judith Holofernes Ich bin das Chaos

Mit ihrer ersten Soloplatte zog Judith Holofernes 2014 erstmalig ohne ihre Mitstreiter von Wir sind Helden in die Welt hinaus, „ein leichtes Schwert“ schwingend.

Der Nachfolger „Ich bin das Chaos“ schließt in seiner Spielfreude klar an das „zerzauste Debut“ an, mit wilden Einflüssen zwischen Breeders, Cramps, Nick Cave, dem frühen Bowie, Marvin Gaye und Cyndi Lauper. Große Melodiebögen, schmelzende Chöre, Streicher und Bläser, die mit synthetischen Flöten duettieren müssen, irrwitzig groovige Textergüsse und sperrige Gitarren – „Ich bin das Chaos“ bewegt sich rasant zwischen sehr unterhaltsam und sehr traurig. Überraschend ist das selbstbewußte Bekenntnis zu „so etwas wie Glanz. Und Tiefe. Und Schönheit! Die Songs wollten das so,“ sagt Holofernes.

Eine Handvoll melancholischer Stücke bilden das dunkle Herz einer ansonsten hellen, zugewandten, offenherzigen Platte. Sie sähe das Album in „hellen Farben, die vor dunklem Hintergrund erst richtig leuchten,“ sagt Holofernes. Und leuchten tut es, dieses Chaos. Vor allem aber wir, die Chaoten, erstrahlen sanft unter dem warmen, empathischen Blick von Oberchaotin Holofernes.

„Wir sind doch Alle verliebt ins Chaos, mit mehr oder weniger Sicherheitsabstand. Natürlich fürchten wir es auch, und wehren uns. Das ganze Leiden und Feilschen, all die ungeschickten Versuche, das Chaos zu beherrschen – das rührt mich, und gleichzeitig finde ich es wahnsinnig komisch.“

Die Idee des Chaos durchzieht die elf Songs als deutlicher roter Faden: „Ich empfinde das Album beinahe wie ein kleines Musical, in dem alle Protagonisten die gleiche Welt bewohnen und auf unterschiedliche Weise mit ihr hadern.“

Eine überraschende Kollaboration war prägend für den Sound: Die meisten der elf Songs schrieb die Berlinerin – nicht zuletzt bekannt für ihre deutschen Texte – mit dem färöischen, englischsprachigen Songwriter Teitur.

Die beiden trafen sich 2014 in Berlin, nachdem Teitur auf ein – ins deutsche übersetzte – Cover aufmerksam wurde, dass Langzeit -Fan Holofernes auf Konzerten spielte. Man verabredete sich in einem Café, kurz darauf zu einer ersten Schreibe –Session. Fünf Songs entstanden in diesen ersten vier Tagen in Berlin, acht weitere in einer Woche auf den Faröer Inseln, viele davon auf Englisch. Die, die ihr am Nächsten waren, übersetzte Holofernes sich am Ende zurück ins Deutsche.

Auch im Studio war Multiinstrumentalist Teitur dabei und spielte nicht nur „so viele Instrumente, wie in einen Kleinlaster passen,“ sondern arrangierte auch Streicher, Bläser und Theremin –Chöre zu einem erfundenen Orchester, dass sie liebevoll ihr „Imaginary Doomsday Orchestra“ tauften.

Produziert hat erstmals Pola Roy, Holofernes´ Ehemann und Heldendrummer. „Es war toll für uns, in neuen Rollen zusammen zu arbeiten. Ich kommuniziere oft über Bilder, da ist es viel Wert, dass Pola nicht nur meinen Plattenschrank teilt, sondern auch seit 14 Jahren mit mir zusammen exzessiv Filme und Serien guckt.“

Im März wird Judith Holofernes sich aufmachen, so viel Chaos wie möglich über Deutschland zu bringen.

Judith Holofernes Live:

15.03.17 – Frankfurt, Sankt Peter
16.03.17 – Leipzig, Täubchenthal
17.03.17 – Wien, Szene
18.03.17 – München, Muffathalle
20.03.17 – Köln, Gloria Theater
21.03.17 – Berlin, Lido
22.03.17 – Hamburg, Mojo

Tom Schilling & The Jazz Kids

A star is born. Tom Schilling — Sänger und Songwriter der Band Jazz Kids. Diesen Namen muss man sich merken. Sein Debütalbum „Vilnius“ besteht aus zehn Songminiaturen, die klingen, als hätte Tom Schilling in seinem Leben nie etwas anderes gemacht, als grimmige Songs zu schreiben und um sein Leben zu singen.
„Manchmal bring ich dich zum Weinen, manchmal raub’ ich den Verstand / Manchmal bin ich nicht zu greifen, doch du reichst mir deine Hand /
Ich liebe was du fühlst und ich liebe was du sagst /
Es wird schwer dich zu vergessen, wenn du mich nicht mehr magst“
(aus dem Song: „Schwer dich zu vergessen“)
Auf seine Band, die Jazz Kids, war der deutsche Filmregisseur Jan-Ole Gerster 2012 während der Dreharbeiten zu „Oh Boy“aufmerksam geworden, als die Band im Deutschen Theater unter ihrem eigentlichen Namen Major Minors gemeinsam mit Studio Braun auf der Bühne standen. Gerster engagierte die Band, um den Score zu „Oh Boy“ zu schreiben, und Tom Schilling, der in dem Film die Hauptrolle spielte, freundete sich mit Schlagzeuger Philipp Schaeper und Pianist Christopher Colaco an.
Und heute, auf „Vilnius“, spielen die Jazz Kids gar keinen Jazz mehr, sondern eher eine etwas existenziellere Musik, die an die frühen Element of Crime erinnert, an Weill und Brecht. Auch die genau beobachteten Texte Tom Schillings wollen nicht um jeden Preis gefallen: „Seine Welt ist geteilt in Schatten und Licht / Seine Liebe ist endlos – das Leben wohl nicht“, singt Schilling in der „Ballade von René“. Im Berliner Nachtleben kann man die Major Minors noch immer gelegentlich erleben wie sie Jazz spielen.
Tom Schilling: „Es gibt viele Liebeslieder auf meiner Platte, aber es sind nie Oden an die Liebe, sondern es gibt auch Nachtreten, über Bande ausgesprochene Liebe und Anti-Liebeslieder. Es handelt sich ausschließlich um persönliche Songs. Mich interessiert das Tragische und das Dramatische viel mehr als fröhliche Happy-go-Lucky-Songs zu singen.“
Der Sänger ist ein Fan von Nick Cave. Dessen Herangehensweise an desillusionierte Balladen und gemeine Liebeslieder hat ihm die Augen geöffnet. 1999 hielt Nick Cave einen einstündigen Musikvortrag mit dem Titel „The Secret Life of the Love Song“ in der Londoner Royal Festival Hall, der ganz offensichtlich Spuren bei Tom Schilling hinterlassen hat.
„Trink endlich aus und dann mach, dass du gehst /
Nimm dir den Koffer – pack’ alles ein – und mach, dass du gehst / Deine Sätze sind hohl – deine Versprechen sind leer /
Und schön find’ ich dich schon seit Jahren nicht mehr“
(Aus dem Song: „Kein Liebeslied“)
Tom Schilling kommt als Schauspieler — natürlich — vom Wort. Er merkt an, dass er immer sehr viel gelesen hat, sich für die Sprache der Autoren, ihren Slang, den smell der Worte viel mehr interessierte als die Frage, wer zum Schluss der Mörder war. Diese Liebe zur deutschen Sprache findet sich in jedem der neun Eigenkompositionen auf „Vilnius“ — der zehnte Song, „Kinder (Sind so kleine Hände)“, ist bekanntlich ein Protest-Song von Bettina Wegner aus dem Jahr 1976. Freilich geht dem Lied in Tom Schillings Interpretation dankenswerterweise das Pathetische gänzlich ab. In seinen Händen und mit seiner Intonation wird das Lied zum echten Liebeslied.
Im Rahmen der Aufnahmen und des Arrangierens seiner Songtexte erwies sich Tom Schilling übrigens als Stand-up-Bandleader, der während des gesamten Prozesses klare Vorstellungen von seiner Musik hatte, sich zugleich aber total offen gegenüber musikalischen Ideen und Vorschlägen der Jazz Kids zeigte. Man hat einander zugehört. Tom Schilling: „Ich liebe auch die Musik von Hank Williams. Ihm habe ich auch immer zugehört. Seine direkte Art hat mich schon immer angesprochen.“
Die Jazz Kids — und mit ihnen ihr Produzent Moses Schneider — vermochten es in der Folge, den Kompositionen Tom Schillings ein manchmal scheppernd- krachendes, manchmal zärtlich-verspieltes Korsett zu verpassen, in welchem stets der Gesang und die erzählte Geschichte mit der Musik, den Arrangements und den bemerkenswerten Production Values dieser Songsammlung verschmelzen.
Unter Production Value versteht man in der Musikersprache gemeinhin die produktionstechnische Verdichtung und Amplifikation, die eine künstlerische Idee im Laufe eines Aufnahmeprozesses erfährt. Im Falle Tom Schillings verhält es sich so, dass der Production Value von „Vilnius“ darin liegt, dass sie sich so
anhört, als würde es diese Platte schon seit Ewigkeiten geben — und wir haben sie nur gerade jetzt aus dem Plattenregal gezogen. Die Jazz Kids und Tom Schilling haben es vermocht, dass die schrägen Stimmungen und Sounds der Songs — und dazu zählen auch Verzerrung und Dissonanz — sich anfühlen, als wären sie uns lange vertraut.
Tom Schilling: „Unser Produzent Moses Schneider hat sein Handwerk im Hansa- Studio gelernt, wo er unter anderem an Nick Caves ‘Tender Prey’ Album als Tonassistent beteiligt war. Mir war dieser Hintergrund wichtig, ich wollte unbedingt, dass man sich als Künstler und Produzent wortlos versteht, blind. Das ist eine Parallele zum Film. Bei den guten Filmen sind eigentlich auch nie viele Worte nötig gewesen. Von Moses kam zudem die geniale Idee, dass die meisten Stücke auf dem Album mit dem Kontrabass aufgenommen werden sollten und nicht mit dem E-Bass. Das gibt der Platte einen ganz eigenen Klang.“
Im Endeffekt ist es so, dass „Vilnius“ als Sammlung von zehn Songs embedded erscheint in eine längere Geschichte, die weit vor Tom Schilling begonnen wurde, und in die er sich nun, im Jahr 2017, einklinkt. Wohl auch daher sind so viele Lieder im 3/4- oder 6/8- Rhythmus geschrieben worden. Dieses Album ist wie ein Freundschaftsangebot. Wir schauten auf die See und wurden Freunde.
Das Cover von „Vilnius“ hat übrigens Gerhard Richter gemalt. Es handelt sich um eines seiner „Seestücke“. Für gewöhnlich ist der gegenwärtig teuerste Maler der Welt mehr als zurückhaltend, wenn ein Musiker fragt, ob eines seiner Bilder für ein Albumcover benutzt werden darf. Sonic Youths „Daydream Nation“ und Tom Schillings „Vilnius“ gehören nun zu den berühmten Ausnahmen.
Zum Songschreiber wurde Tom Schilling kurz nach der Jahrtausendwende, als Jan-Ole Gerster ihm eine Gitarre schenkte. Er lernte das Instrument und dazu noch das Spiel auf dem Klavier autodidaktisch. Und er begann mit seinen eingeschränkten Möglichkeiten, eigene Stücke zu schreiben. Viele eigene Stücke.
Tom Schilling: „Diese Platte ist eine sehr, sehr zarte Pflanze. Die hat sehr lange gebraucht. Die zehn Stücke, die es auf die Platte geschafft haben, sind über einen Zeitraum von elf Jahren entstanden. Es hat bei mir länger gedauert als bei anderen, aber ich musste ja nicht nur die Instrumente erst erlernen, sondern zudem auch meine Rolle und vor allem meine Stimme erst finden. Viele andere Stücke, die in dieser Zeit entstanden sind, werden wir auf unseren Livekonzerten spielen.“
Abschließend noch ein Wort zu Tom Schillings Popularität als Schauspieler. Seine Filmographie und seine Hauptrollen haben ihn in den letzten Jahren zu einem A-List-Star in Deutschland gemacht. Gleichwohl ist dies hier seine Debütplatte als Sänger und Songwriter, und deshalb ging es hier und heute auch ausschließlich um „Vilnius“ und seine Hintergründe. Bekanntermaßen ist der singende Schauspieler ein problematisches Feld, da er mit einer Vorab- Bekanntheit ins Feld zieht, während viele Sänger Jahre arbeiten müssen, um eine annähernde Anerkennung auf dem Feld der Musik zu erreichen.
„Vilnius“ indes ist Tom Schillings Antwort auf diese Problematik. Es ist ein Singer-Songwriter-Album mit einer ganz eigenen Klangarchitektur, die auf eine ganz große Erzählung verweist, die es schon vor dem Sänger gegeben hat. So eine Platte muss man sich überhaupt erst einmal trauen. Abgesehen davon, dass wir es uns von jeder Platte wünschen und doch nur selten bekommen. A star is born.
„Vilnius“ von Tom Schilling & The Jazz Kids erscheint am 21. April 2017 bei Embassy of Music/Warner & Zebralution.
„VILNIUS TOUR“ über Selective Artists:
02.05. Hannover, Musikzentrum 03.05. Münster, Gleis 22
04.05. Leipzig, UT Connewitz 05.05. Gera, Songtage
07.05. München, Strøm
08.05. Heidelberg, Karlstorbahnhof 09.05. Frankfurt, Brotfabrik
10.05. Köln, Stadtgarten
11.05. Hamburg, Nochtspeicher 12.05. Berlin, Columbiatheater

Leslie Clio – Darkness Is A Filler ||| Videopremiere

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Am 19. Mai erscheint das dritte Album von Leslie Clio. PURPLE ist das Dokument einer gereiften Künstlerin, die mit diesem Album den bisherigen Gipfel ihrer Schaffenskraft erreicht hat. Bester Beleg für diese These: Der erste Vorbote „Darkness Is A Filler“. „If I was someone else I’d be perfect“, singt Clio hier zu fernöstlich anmutenden, sich langsam aufbauenden Harmonien und einem reduzierten Beat, ehe der Song zu einem Breitwand-Epos der Sonderklasse mutiert. Es geht um Identität und Selbstbehauptung und darum, dass man manchmal ein paar Umwege braucht, um ans Ziel zu kommen.

Judith Holofernes – Der Letzte Optimist

Fans von Judith Holofernes schätzen sie für ihren Humor, die Klugheit ihrer Texte, die fantastischen Wortspiele. Aber geliebt, heiß und innig, wird sie für die große Empathie, das feine Mitgefühl, das noch die bissigsten ihrer Texte durchdringt – und für die Furchtlosigkeit, mit der sie da hin geht, wo es weh tut.

Schon bei Wir sind Helden waren die heimlichen Favoriten vieler Fans die dunklen, verletzlichen Balladen. Mit „Der letzte Optimist“ hat Holofernes wieder einmal ein solches Lieblingsstück geschrieben, eins, dass einem „direkt in die Brust fasst und einem einmal das Herz herum dreht,“ wie sie selbst mal über einen Song von Elvis Costello sagte.

„Ich wollte einen Song für den Moment vor der neuen Hoffnung schreiben. Wenn Liebeskummer – oder ein anderer seelischer Schmerz – sich so elend anfühlt, so körperlich, dass man das Gefühl hat, sich übergeben zu müssen. Oder sich einfach auf den kalten Boden legen will und nicht mehr aufstehen. Dieses Gefühl, wenn etwas unwiederbringlich kaputt gegangen ist und „nichts daran ist gut.“

Wie sie es in einem Lied von 3.14 Minuten Länge schafft, von „nichts als Satellitenschrott, Unendlichkeit und Elend“ zu singen, und am Ende fühlt man sich irgendwie getröstet und gut – das ist wohl die wahre Magie der Songs von Judith Holofernes.

Das neue Album „Ich bin das Chaos“ erscheint am 17.03.2017.

Hundreds – Wilderness ||| OUT NOW

Mit „Wilderness“ erscheint das dritte Album von Hundreds. Seit ihrem Debüt ist die Musik des Geschwister-Duos offener geworden, ohne dabei etwas von ihren Geheimnissen einzubüßen. Zwei Jahre nach dem letzten Album „Aftermath“ sind Eva und Philipp Milner mutiger und experimentierfreudiger geworden. Als Hörer erfährt man ihre Musik als klar und kraftvoll; die von Philipp sorgsam arrangierten elektronischen Beats treffen auf Evas melancholische Texte. Dabei dominiert eine düstere Sehnsucht, die immer getragen wird von Euphorie und purer Lust an der Musik.

Mit dem neuen Album entstand ein großes, ungewöhnliches und brachiales Werk, das, tief in elektronischen Klangwelten versunken, ein Stück Menschheitsgeschichte intoniert. Dabei durchbrechen die Milners die Strukturen konventioneller Popmusik und ersetzen sie durch ausufernde Arrangements und ungewöhnliche Beats. Trotzdem findet die Platte noch Platz für den detailverliebten Pop aus der Anfangszeit, der Hundreds 2008 schlagartig bekannt machte. Seit ihrem Debüt haben die Hamburger ausverkaufte Touren in ganz Europa gespielt. Zuletzt supporteten sie Alt-J auf ihrer Deutschlandtour, reisten zum CMJ Festival nach New York, und bespielten 2014 die MUSEXPO in Los Angeles. Auf ihrer Reise werden sie von dem Schlagzeuger Florian Wienczny unterstützt, der die Geschwister begleiten wird. Hundreds arbeiten für die Live-Shows mit Künstlern zusammen, die mit ihnen gewachsen sind, die Musik blind verstehen und umsetzen.

Mit ihrem zweiten Album “Aftermath” haben uns die Milners mit in den Wald ihrer Kindheit genommen. Als Rückzugsort und unheimliche Fantasiewelt spielt der Wald auch im neuen, dritten Album “Wilderness” eine entscheidende Rolle. Im Sommer 2015 begann dazu die Arbeit im hauseigenen Studio im Wendland.

So handelt das Album vom Einbruch des Menschen in die unberührte Natur. Hundreds schreiben mit dem Album eine berührende und soundgewaltige Kulturgeschichte, in der klar wird: Der Mensch ist des Menschen Wolf und wird sich am Ende selbst vernichten.

Produziert wurde das Album teilweise von Jochen Naaf , der schon als Co-Produzent bei der Single „Our Past“ mitwirkte. Mit „Wilderness“ wagen die Milners wieder etwas Neues: Ein Neuanfang als Befreiungsschlag.

HUNDREDS – ALBUM FACT

„Wilderness“ ist ein großes, ungewöhnliches und brachiales Werk, das, tief in elektronischen Klangwelten versunken, ein Stück Menschheitsgeschichte intoniert. Dabei durchbrechen Hundreds die Strukturen konventioneller Popmusik und ersetzen sie durch ausufernde Arrangements und ungewöhnliche Beats. Trotzdem findet die Platte noch ausreichend Platz für detailverliebten Pop, den Hundreds genauso gut beherrschen. Das 3. Album vom Geschwister-Duo Philipp und Eva Milner erscheint am 04.11.2016 als Standard Edition, Deluxe Edition (mit 6 Bonus Tracks) und limited Vinyl Edition.

HUNDREDS – WILDERNESS TOUR 2016

Ein großer, in Dunkelheit gehüllter Raum, auf der Bühne eine nebelumwaberte Frau, das Dröhnen der Bässe vibriert im Körper, ihre warme Stimme halt durch die Reihen der tanzenden Menge, begleitet von einem Mann, der über ein Piano gebeugt steht. Die tanzenden Lichter tauchen ihn abwechselnd in Licht und Schatten. Auf der Bühne stehen Eva und Philipp Milner. Die Band “Hundreds” gründete das Geschwisterpaar 2010 am Hamburger Hafen. Als Hörer erfährt man ihre Musik als klar und kraftvoll; die von Philipp sorgsam arrangierten elektronischen Beats treffen auf Evas melancholische Texte. Dabei dominiert eine düstere Sehnsucht, die immer getragen wird von Euphorie und purer Lust an der Musik. Will man Vergleiche bemühen, fällt die Wahl wohl am ehesten auf die Musik von Console, Björk oder The Knife. Seit dem Debütalbum “Hundreds” ist die Musik der Geschwister Milner offener geworden, ohne dabei von ihrem Geheimnis etwas einbüßen zu müssen. Was am Anfang noch wenig greifbar war, nimmt mit dem selbsternannten zweiten Debütalbum “Aftermath” langsam Gestalt an. Die Hundreds geben ihrer Musik zunehmend ein Gesicht, tauchen selbst hinter ihrer Musik hervor und gehen damit einen Schritt in die Öffentlichkeit. Die Songs bleiben dabei Chiffren, die es beim Hören immer neu zu entschlüsseln gilt. Der sorgsam komponierte Sound der Alben wird von Eva und Philipp auf der Bühne bildgewaltig in Szene gesetzt. Ein Konzert ist eine Show, ein Auftritt, eine Inszenierung, die gemeinschaftlich entwickelt wurde. Die Songs werden von den Milners ausgeführt und zu neuen Erfahrungswelten zusammengemixt. Sie treten aus sich heraus, fließen ineinander zu einem fesselnden Rausch, sodass man als Zuschauer den Eindruck gewinnt, eine völlig neue Band zu erleben. Dabei spielen die visuellen Effekte eine ebensogroße Rolle, wie die Musik. Die Hundreds arbeiten für die Live-Shows mit Künstlern und Handwerkern zusammen, die mit ihnen gewachsen sind, die Musik blind verstehen und umsetzen. “Wir wollten, dass aus unserer Musik auf der Bühne mehr wird”, sagt Eva. Die Songs sind dabei nie abgeschlossene Einheiten, sondern verändern sich stetig. Der Song “Happy Virus” ist dafür ein gutes Beispiel: “Wir haben daraus live ein Monstrum erschaffen.”, so Sängerin Eva. Eine Vorliebe, die eigene Arbeit ständig weiterzuentwickeln, zeigten die Hundreds auch auf ihrer “Tame the Noise-Tour 2015”, als sie eigene Songs in neuen intimen Versionen präsentierten. Mit ihrem zweiten Album “Aftermath” haben uns die Geschwister Milner mit in den Wald ihrer Kindheit genommen. Der Wald findet sich sodann auch im Artwork der Band wieder; als Sinnbild für den Platz des Menschen in der Natur. Als Rückzugsort und unheimlicher Fantasiewelt wird der Wald auch im neuen dritten Album “Wilderness” eine entscheidende Rolle spielen. Im Sommer 2015 begann dazu die Arbeit im hauseigenen Studio im beschaulichen Wendland. Das Album handelt vom Einbruch des Menschen in die unberührte Natur. Dazu Eva: Stell’ dir vor, du bist ein Tier im Wald und jemand baut eine Autobahn durch deine Heimat. Mit der ersten Single “What remains” melden sich die Hundreds laut und stimmgewaltig zurück. Wir können es kaum erwarten.

 

Tickets für die außergewöhnlichen Live-Shows von Hundreds sind ab sofort unter http://www.hundredsmusic.com erhältlich.

„Wilderness Tour“ 2016

präsentiert von: Intro | Kulturnews | Musikblog | Vevo

 

03.11.2016 Jena | Kassablanca

04.11.2016 Leipzig | UT Connewitz

05.11.2016 Rostock | Peter Weiss Haus

07.11.2016 Hannover | Kulturzentrum Faust

08.11.2016 Köln | Stadtgarten

09.11.2016 München | Ampere

10.11.2016 Stuttgart | Im Wizemann

11.11.2016 CH-Zürich | Papiersaal

12.11.2016 Frankfurt | Zoom

14.11.2016 Dresden | Beatpol

15.11.2016 Berlin | Columbia Theater

16.11.2016 Hamburg | Grünspan

17.11.2016 Bremen | Lagerhaus

22.02.2017 Berlin | Astra

24.03.2017 Leipzig | Täubchenthal